Aufbereitung empirischer Daten der SGB VIII Statistik

Philipp Artz/ Heinz Müller

In der vorliegenden Expertise wird anhand aufbereiteter Daten aus der öffentlichen SGB VIII-Statistik ein Überblick über Fallzahl- und Eckwertentwicklung der Hilfen zur Erziehung insgesamt, sowie der Vollzeitpflege gem. § 33 SGB VIII und der Heimerziehung nach § 34 SGB VIII für den Zeitraum von 2007 bis 2013 gegeben.

Die Pflegekinderhilfe ist ein Leistungsbaustein im Spektrum der erzieherischen Hilfen, welcher besondere Alleinstellungsmerkmale besitzt. Im Unterschied zu allen anderen Hilfen wird sie von Laien erbracht und richtet sich eher an jüngere Kinder. Angesichts des familialen Wandels und einer wachsenden Zahl von Paaren, die sich gegen Kinder entscheiden, veränderten Rollenbildern von Männern und Frauen sowie komplexeren Anforderungen der Arbeitswelt wurde die Pflegekinderhilfe oft schon als Auslaufmodell gehandelt. In der Tat zeigt die Auswertung der Fachliteratur zu den Hilfen zur Erziehung, dass die Pflegekinderhilfe in der Vergangenheit eher eine wenig beachtete Nischenhilfe darstellt. Die fachpolitischen und fachlichen Debatten klammern die Pflegekinderhilfe oftmals aus. Im Gegensatz dazu wird sie immer dann als bedeutsame Hilfe hervorgehoben, wenn es um Einsparpotentiale bei der Heimerziehung geht.

Die Pflegekinderhilfe befindet sich im Aufbruch (vgl. Kuhls, Glaum, Schröer 2014). Ob und wie sich dieser Aufbruch gestaltet ist allerdings noch unklar. Die Auswertung der öffentlichen Kinder- und Jugendhilfestatistik kann Auskunft über Entwicklungstrends geben und damit die Diskussion über Entwicklungserfordernisse durch Empirie versachlichen.

Weiterführende Informationen können Sie der nachfolgenden Expertise entnehmen: